Der Weg des Buches

Aktuelles

Reformationserbe in Mitteleuropa gemeinsam erleben, 28.11.2017, Erfurt

Liebe Reformationsinteressierte,

Im Rahmen unseres EU Projekts ‚Europäische Kulturroute der Reformation‘, in das wir den Weg des Buches einbringen, findet am 28.11.2017 die europäische Konferenz ‚Reformationserbe in Mitteleuropa gemeinsam erleben‘ statt (Programm siehe Beilage). U.a. wird dort auch Bischof Michael Bünker referieren.

Die Konferenz nimmt die unterschiedlichen Entwicklungen der Reformation in Mitteleuropa auf und stellt die Bedeutung dieses kulturellen Erbes in den Kontext bereits bestehender Kulturrouten. Vorgestellt wird das Konzept der Europäischen Kulturroute der Reformation (European Cultural Route für Reformation - ECCR). Die international ausgerichtete Konferenz hat auch das Ziel, für die Reformation wichtige Regionen miteinander zu verbinden und interessierte Akteure über die Europäische Kulturroute zu informieren und zur Beteiligung zu motivieren. Den Abschluss bildet eine prominent besetzte Podiumsdiskussion. Die aktuelle politischen Lage in Europa und das Reformationsjubiläum fordern heraus zum interkulturellen und interreligiösen Dialog.

Die Anmeldung dafür ist unter dem folgenden Link durchzuführen:
https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/84b764b4-ab94-4a9d-1882-52c09323d843

Sprache:
Auf der Konferenz wird DE-EN gedolmetscht.

Unterkunft:
Bitte selbst reservieren - in den folgenden Hotels gibt es Kontingente. Ihr bekommt bei der Nennung ‚ECRR‘ reduzierte Preise

Mercure Hotel Erfurt
Meienbergstr. 26-27, 99084 Erfurt, Tel. 0049 361 5949 502
www.mercure.com, E-Mail: h5375@accor.com

B&B Hotel Erfurt
Juri-Gagarin-Ring 106, 99084 Erfurt, Tel. 0049361 555950
www.hotelbb.de, E-Mail: erfurt@hotelbb.com

Ibis Hotel Erfurt
Barfüßerstraße 9, 99084 Erfurt, Tel. 0049 361 66410
www.ibishotel.com, E-Mail: h1648@accor.com

Reisekosten:
Die Reisekosten können für eine gewisse Anzahl von TeilnehmerInnen vom zweiten österreichischen Projektpartner - Oberösterreich Tourismus - aus dem Projektbudget übernommen werden. Daher bitte bei Teilnahme eine Information an Dominik Aigner (aigner@spes.co.at) schicken, er wird Dich/Sie mit Informationen zur möglichen Übernahme der Reisekosten versorgen.

Ich freue mich auf ein großes Treffen in Erfurt

Viele Grüße
Christian Baumgartner

Programm Internationale Konferenz Reformation in Mitteleuropa November 2017 Erfurt


Der „Weg des Buches“ auf der Weltausstellung Reformation in Wittenberg

„Grüß Gott! Willkommen in Österreich! Dürfen wir Ihnen unseren evangelischen Pilgerweg, den ´Weg des Buches´, vorstellen?“ Mit diesen oder ähnlichen Worten wurden die Besucher und Besucherinnen der Weltausstellung Reformation in Wittenberg, die an unserem Pavillon vorbeiflanierten, von uns eingeladen, näherzutreten und etwas über die Geschichte der Evangelischen in Österreich zu erfahren.

Der „Weg des Buches“ war vom 18. bis 24. Juli 2017 auf der Weltausstellung präsent. Das Kernteam bestand aus dem Bergwanderführer Helmut Kaindl und Gerhard Moser – beide Oberösterreicher sind seit Jahren hochengagiert am und für den Weg des Buches aktiv – sowie aus dem Kärntner Bergwanderführer und Natur Aktiv Guide Robert Graimann.

Die Lage des Pavillons auf dem Areal der Weltausstellung erwies sich als ein wahrer Glücksfall. In unmittelbarer Nähe zum Luthergarten und im Schattenbereich eines großen Baumes aufgebaut, wussten wir – wie auch unsere Besucherinnen und Besucher – diesen Vorzug bei hochsommerlichen Temperaturen sehr zu schätzen. Da wir unmittelbar am Spazierweg platziert waren, konnten wir die Passierenden direkt ansprechen.

Natürlich hatten auch wir bei unserer Anreise schon vernommen, dass die Besucherzahlen bis dahin weit hinter den Erwartungen der Veranstalter zurückgeblieben waren. Leider finden nur sehr wenige Gäste, die die Lutherstadt Wittenberg besuchen, den Weg zum Gelände der sehenswerten Ausstellung. Nichts desto trotz konnten wir an unserem Stand zahlreiche Interessierte empfangen, die überrascht und neugierig die ihnen unbekannte Geschichte der Evangelischen in Österreich und die Informationen über den Aufbau eines gesamteuropäischen Wegenetzes im Rahmen des EU-Projektes European Cultural Route of Reformation aufnahmen. Wenn weniger los war, erweiterten wir unsere Präsenz und suchten mit unseren Prospekten den Stadtkern von Wittenberg auf. Dort trafen wir auf größere Menschengruppen, die wir ansprechen konnten.

Ein Anziehungspunkt unseres Pavillons war sicher sein Erscheinungsbild mit den großflächi­gen Landschaftsbildern vom Weg des Buches. Sehr anschaulich für unsere Gäste war eine historisch nachempfundene Holzkraxe mit einem Salzfass, in dem zur Zeit der Gegenreformation die verbotenen deutschsprachigen Lutherbibeln illegal nach Österreich geschmuggelt wurden. Der stets offerierte luftgetrocknete Kärntner Speck mit selbst gebackenem Sauerteigbrot sowie die allseits bekannten Manner Schnitten aus Wien kamen auch sehr gut an. Es war eine Freude, wie oft wir von unseren Zuhörerinnen und Zuhörern hören durften, dass sie unsere Erläuterungen sehr spannend fanden und ihnen „unsere“ Geschichte mit dem geplanten Aufbau des gesamteuropäischen Wegenetzes „European Cultural Route of Reformation“ bislang weitgehend oder sogar völlig unbekannt gewesen war.

Am 25. Juli verabschiedeten wir uns von unseren freundlichen Nachbarn auf der Weltaus­stellung und übergaben den Schlüssel für den Pavillon unseren Nachfolgern für ihr Projekt zum Thema „Menschenrechte“.

Helmut Kaindl und Doris Rössler

Die Weltausstellung Reformation ist noch bis zum 10. September 2017 geöffnet.


Herzliche Einladung zum Wandern am „Weg des Buches“

Termin: DO 28.09.2017 bis SO 08.10.2017

Treffpunkt: DO 28.09.2017, ab 20:00 Uhr beim Wiedwegerhof in Wiedweg, Tel.: 04275/236

Anmeldung und Auskünfte: Herbert Koschier, Tel.: 0664/2441044

Wichtiger Hinweis: Übernachtungsmöglichkeiten müssen individuell in den jeweiligen Orten gebucht werden. Bitte führen Sie bei der Buchung den Hinweis „Ich bin am Weg des Buches“ an.
Alternativrouten werden vor Ort besprochen. Es ist jederzeit ein Quereinstieg möglich.

Kosten für Wanderführer: € 12,- pro Person und Tag

1. Tag am 29.09.2017: Wiedweg – Arriach (Gehzeit ca. 7 Std.)
Von Wiedweg auf dem Weitwanderweg 109 auf die Kaiserburg und den Wöllaner Nock mit Abstieg nach Arriach.
Mögliche Unterkunft: Gasthof Alte Point, Tel.: 04247/8523

2. Tag am 30.09.2017: Arriach – Feld am See (Gehzeit ca. 5 Std.)
Ab Arriach am Hofwanderweg nach Dreihofen, dann weiter nach Afritz und entlang des Afritzer Sees und Brennsees nach Feld am See.
Mögliche Unterkunft: Thurnerhof Feld am See, Tel.: 04246/2790

3. Tag am 01.10.2017: Feld am See – Fresach (Gehzeit ca. 9 Std.)
Ab Feld am See am Weg 1851 auf den Mirnock, Abstieg über Mooswald nach Fresach.
Hinweis: Anstrengende Tour mit langem herausfordernden Anstieg durch ein Waldgebiet;
Mögliche Unterkunft: Familie Santler, Tel.: 04245/2986

4. Tag am 02.10.2017: Fresach – Stockenboi (Gehzeit ca. 7 Std.)
Von Fresach hinunter zum Drauradweg und zum Gasthaus Mauthner in Mauthbrücken, weiter zur evangelischen Kirche in Zlan, über den Edlerweg und die Stockenboier Landesstraße zur Bichlkirche und am Wanderweg Gegner zum Gasthaus Wassermann in Stockenboi.
Mögliche Unterkunft: Gasthaus Wassermann, Tel.: 04761/280

5. Tag am 03.10.2017: Stockenboi – Weißensee/Techendorf (Gehzeit ca. 5 Std.)
Vom Gasthaus Wassermann entlang der Stockenboier Landesstraße zum Wanderweg Weißensee-Ostufer und entlang des Nordufers nach Techendorf.
Auskünfte: Gemeinde Weißensee, Tel.: 04713/2030

6. Tag am 04.10.2017: Weißensee/Techendorf – Kreuth (Gehzeit ca. 7 Std.)
Ab Techendorf geht die Alternativroute über den Kreuzberg, Weißbriach und Durchspring zum Bergdorf Kreuth (Berghof Presslauer).
Mögliche Unterkunft: Berghotel Presslauer, Tel.: 04285/209

7. Tag am 05.10.2017: Kreuth – Hermagor/ Egg (Gehzeit ca. 7 Std.)
Von Kreuth über Jenig, Watschig und Möderndorf nach Hermagor.
Auskünfte: Stadtgemeinde Hermagor-Presseger See, Tel.: 04282/2333
Unterkunft in Egg: Gasthaus Fuchs Te.: 0650/6342644

8. Tag am 06.10.2017: Hermagor/ Egg – Nötsch (Gehzeit ca. 7 Std.)
Von Hermagor über Obervellach – Kühnburg – Muttergottesfelsen – Siebenbrünn – Sussawitsch – Bach nach Tratten. Weiter über Kerschdorf nach Michelhofen und dem Gailufer entlang nach Nötsch.
Auskünfte: Marktgemeinde Nötsch im Gailtal, Tel.: 04256/2145
Unterkunft Feisttritz/Gail: Frau Nessmann Te.: 0664/ 5311029

9. Tag am 07.10.2017: Nötsch – Agoritschach (Gehzeit ca. 4 Std.)
Entlang der Gail bis hin zur Almwirtschaft Schütt und weiter nach Agoritschach.
Mögliche Unterkunft: Pension Fertala, Tel.: 04255/3167

10. Tag am 08.10.2017: Agoritschach – Villach (Gehzeit ca. 6 Std.)
Von Agoritschach nach Arnoldstein, zur Gail und weiter bis nach Villach (Evangelische Kirche Stadtpark) mit Abschlussgottesdienst.

Auskünfte: Region Villach Tourismus, Tel.: 04242/42000

Wandern am Weg des Buches


Aktionstag Weg des Buches am 25. Juni 2017

Weg des Buches Folder - Auf den Wegen der Bücherschmuggler


7.3.2017

Eine Wegverlängerung nach Süden

Der Weg des Buches wird bald auch in einer längeren Version begehbar sein. Im Rahmen des EU-Projektes European Cultural Route of Reformation wird gerade an Wegbeschreibungen gearbeitet, die Sie auf den Wegen von Arnoldstein nach Süden bis nach Triest begleiten sollen, wovon die einstmaligen Bibelschmuggler mit neuen Waren in den Norden zogen.

Der Weg orientiert sich auch an den Lebensstationen der Gräfin Elvine de La Tour, der Gründerin der Diakonie in Kärnten. Die neue Wegroute beginnt in Treffen am Ossiacher See in Kärnten, wo die Gräfin die gemeinnützige Evangelische Stiftung de La Tour begründete. Sie führt dann zum bisherigen Ende vom Weg des Buches in Agoritschach und weiter zum symbolischen Punkt beim Dreiländereck, über die Grenze nach Slowenien und durch die wunderschöne Alpenlandschaft des Triglav-Nationalparks weiter nach Süden. Nach dem Abstieg von den Bergen erreicht man inmitten italienischer Weinberge das Gut Russiz mit dem Schloss der Gräfin und schon am nächsten Tag die Grenzstadt zwischen Italien und Slowenien, Görz. Auf dem weiteren Weg wandert man noch einmal nach Italien, um nach den Besichtigungen der Grotte Borgo Grotta Gigante und des Schlosses Miramare entlang der Meeresküste nach Triest zu gelangen, wo die Wanderung mit einem Stadtrundgang endet. Da wird unter anderem den Spuren des slowenischen Reformators Primož Trubar gefolgt, der eine Zeit lang in Triest wohnte und sich da zum Priester weihen ließ.

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